IMG_8848Eine gelungene Eingewöhnungsphase entscheidet über den Kindergarten- und Krabbelstubenerfolg. Rücksichtnehmend auf die frühen Bindungsprozesse erfolgt die Eingewöhnung in unserem Haus elternbegleitend, bezugsorientiert und abschiedsbewusst.

Beim ersten Gespräch mit den Eltern (Aufnahme) und dem Schnuppertag wird zusammen mit den Eltern eine individuelle Verweildauer in den ersten Tagen festgelegt. Die Eltern werden über die Notwendigkeit eines liebevollen, aber eindeutigen Abschieds mit pünktlicher Rückkehr informiert.

Wir merken, wenn ein Kind wirklich bei uns „angekommen“ ist, wenn

  • das Kind gern und freiwillig in unser Haus kommt
  • es beim Abschied nicht mehr weint, oder sich schnell trösten lässt
  • das Kind oft lacht
  • es auf andere Kinder zugeht und mitspielt

Anmeldung im Kindergarten

Die datenbezogene Anmeldung findet nach der Terminvereinbarung mit den Kindern statt. Ein Fragebogen über die Entwicklung des Kindes wird an diesem Tag zum Ausfüllen mitgegeben. Beim Erstgespräch soll den Eltern bereits die Bedeutung eines guten Miteinanders durch den gegenseitigen wertschätzenden Dialog vermittelt werden. In diesem Gespräch wird das Eingewöhnungskonzept des Hauses vorgestellt. Durch einen kurzen Rundgang verschaffen sich die Eltern einen ersten Eindruck über die Räumlichkeiten.

Bestätigung der Aufnahme durch den Erhalter

Nachdem sich der Rechtsträger (die Gemeinde) mit der Leitung des Hauses einen Überblick über die mögliche Gruppensituation und der Auslastung des Hauses verschaffen hat, erfolgt die schriftliche Zusage (Aufnahmebestätigung) durch den Bürgermeister. In diesem Brief wird zu einem Schnuppertag und bestenfalls schon zu einem Einsteigerelternabend eingeladen.

Schnuppertag für Kind und einem Elternteil

Die Kinder und Eltern werden einige Monate nach der Anmeldung (Mai, Juni) zu einem ca. zweistündigen Schnuppernachmittag im Kindergarten eingeladen. In einer gut vorbereiteten Umgebung werden die Kinder mit den Eltern empfangen. Sie können in den vorgesehenen Räumlichkeiten mit den Spielmaterialien experimentieren und die neue Umgebung erkunden. Die Kinder erleben beim Schnuppertag die Bezugsperson als sicheren Anker. Die Pädagoginnen erleben dabei das Kind und gewinnen so einen ersten Eindruck. Parallel wird der mitgebrachte Eingewöhnungsbogen mit dem Eltern besprochen.

Einteilung der Kinder in die Gruppen

Nach den Eindrücken des Schnuppertages, dem Gespräch mit dem Elternteil und unter Berücksichtigung des Alters der Kinder, den Kriterien des Geschlechts, der Muttersprache, einer Beeinträchtigung usw. erfolgt dann die Einteilung der Kinder im Team. Die Pädagoginnen der Krabbelstube sind dabei ebenfalls anwesend, um mit ihrem Wissen über den jeweiligen Entwicklungsstandes des Kindes die Einteilung zu unterstützen.

Einsteigerelternabend im Juni

In einem gezielten Elternabend für Einsteigereltern wird im Beisein des gesamten Teams umfassend über die gesamte Einrichtung informiert.  Neben organisatorischen Gesichtspunkten werden auch unser Konzept, der Tagesablauf, der Wochenablauf und die Pädagogische gelebte Qualität des Hauses vorgestellt.

Eingewöhnung im Herbst mit zeitlichem Ablauf

 

  • Erste Betriebswoche im Herbst:
    Am ersten Betriebstag beginnen die Kindergartenkinder der Vorjahre, die den Ablauf schon kennen.
    Am zweiten Betriebstag starten die Neulingskinder. Das Verbleiben der Eltern in der Einrichtung (vorzugsweise Garderobe, Elternzone) wird bei Bedarf ermöglicht. Eine entsprechend gestaltete Elternzone im Garderobenbereich mit Fachzeitschriften, dem aktuellen Konzept und Chroniken verkürzt die Wartezeit. Eltern sollen in der ersten Zeit der Eingewöhnung telefonisch erreichbar sein. Lässt sich ein Kind bei Eingewöhnungsproblemen (Weinen) nicht beruhigen, werden die Eltern gebeten zu kommen und ihr Kind wieder abzuholen. Eine Verkürzung der Aufenthaltsdauer und früheres Abholen in der ersten Woche bei sehr jungen Kindern wird empfohlen

  • Zweite Betriebswoche im Herbst:
    Der Nachmittagsbetrieb beginnt auch für die angemeldeten Neulingskinder, die ihn schon unbedingt brauchen (Alleinerzieher, Berufstätige). Eine verkürzte Aufenthaltsdauer am Nachmittag wird empfohlen.

  • Dritte Betriebswoche im Herbst:
    Bei Überforderung am Nachmittag wird gemeinsam mit den Eltern eine schrittweise Verlängerung individuell an die Bedürfnisse des Kindes und den und an die beruflichen Möglichkeiten der Eltern angepasst.

 

Solange Kinder klein sind,

gib ihnen Wurzeln,

wenn sie älter geworden sind,

gib ihnen Flügel!

(Indisches Sprichwort)